Mondriaan bis Dutch Design

Der 100. Jahrestag der holländischen Kunstströmung ,De Stijl‘ (der Stil) wird im Jahr 2017 mit zahlreichen inspirierenden Ausstellungen und Veranstaltungen im ganzen Land gefeiert. Theo van Doesburg gründete ,De Stijl‘ im Jahr 1917 und berühmte Künstler wie Piet Mondrian, Bart van der Leck und Gerrit Rietveld waren Teil dieser Bewegung, die den Begriff ‚modern‘ neu definieren sollte. Die Prinzipien der ,De Stijl‘-Gruppe inspirieren nach wie vor zeitgenössische holländische Designer wie Hella Jongerius, Maarten Baas, Joris Laarman und Piet Hein Eek.

Mondriaan bis Dutch Design Route
Kröller-Müller Museum

Die Mäzenin und der ‘Malermeister’

Die Mäzenin und der ‘Malermeister’ Helene Kröller-Müller und Bart van der Leck
14. Oktober 2017 bis zum 2. April 2018

Im Herbst widmet das Museum der besonderen Beziehung von Bart van der Leck und Helene Kröller-Müller eine eigene Ausstellung. In den Jahren 1912-1918 gewährt sie ihm auf Fürsprache ihres Beraters Hendrik Bremmer eine jährliche Zulage, durch die sie zur Mäzenin von Van der Leck wird. Van der Leck übernimmt 1914 eine Anstellung bei der Firma Wm H. Müller & Co. Außer einem großen Bleiglasfenster für den Hauptsitz der Firma in Den Haag gestaltet er Poster für die Batavier-Linie, Mosaike für das Büro in London und Farbentwürfe für die Einrichtung von Wohnhäusern wie dem Jagdhaus Sint Hubertus.

Helene bezeichnet ihn 1925 in ihren Betrachtungen als einen „noch vielseitigeren, ausdrucksstärkeren Künstler als Mondriaan“, tut sich 1916 aber auch mit dem hohen Abstraktionsgrad seiner Werke schwer, wie aus ihrem Schriftverkehr hervorgeht. In diesem Jahr führt er lebhafte Diskussionen mit Piet Mondriaan und Theo van Doesburg, vereinfacht die Form in seinen Gemälden und beschränkt er die Farbe in seinem Werk radikal auf die Primärfarben.

Die Ausstellung zeigt, wie sich das Oeuvre von Bart van der Leck entwickelt, einerseits durch das schwierige, aber auch aufregende Verhältnis zwischen Gönnerin und Schützling und andererseits durch den künstlerischen Austausch und die Gespräche mit den Kollegen von De Stijl.

 

Kröller-Müller Museum

Arp: The Poetry of Forms

Arp: The Poetry of Forms
20. Mai 2017 bis 17. September 2017

Jean (Hans) Arp (1886 - 1966) war einer der innovativsten und einflussreichsten Künstler der europäischen Avantgarde. Seine künstlerische Laufbahn begann er als Dichter und entwickelte sich später zum Maler, Bildhauer und Grafiker. Zu seinem umfangreichen Netzwerk zählte unter anderem der Gründer von De Stijl, Theo van Doesburg. Die Ausstellung zeigt Arps vielfältiges Oeuvre im Kontext seiner Zeitgenossen. Gemeinsam mit Van Doesburg arbeitete Arp an einem großen Projekt: der Neugestaltung der Einrichtung der Aubette in Straßburg, einem Werk, von dem nur selten Elemente gezeigt werden. Arp: The Poetry of Forms zeigt Arps künstlerisches Schaffen anhand von mehr als 100 Werken, die sowohl Skulpturen, Reliefs und literarische Arbeiten wie Gedichte, Schriften und Veröffentlichungen umfassen, in seinem vollen Umfang. Dies ist die erste große Übersichtsausstellung mit Werken von Jean Arp seit seinem Tod in 1966.

Die Ausstellung beinhaltet Werke aus Arps gesamtem Schaffen, aber der Schwerpunkt liegt auf den Jahren 1920-1935, als er den Wechsel von Holzreliefs und so genannten „Stabiles“ (frei stehenden flachen Skulpturen) zu rein abstrakten Werken vollzog, die er als „Concrétions“ (Verkörperungen) bezeichnete, da sie wie reale Objekte im Raum stehen. In seiner Vision keimen und wachsen sie im menschlichen Geist parallel zu den Wachstumsprozessen in der Natur: „L’art est un fruit“ (Kunst ist eine Frucht).

Museum Villa Mondriaan

Figuration in Style

Figuration in Style
3. März bis 24. September 2017


Die einflussreiche Bewegung De Stijl sorgte zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit ihrem starken Drang nach Abstraktion für große Aufregung. Um sich einer Form von universeller Harmonie anzunähern, verwendeten Künstler wie Piet Mondrian, Theo van Doesburg, Vilmos Huszár und Bart van der Leck abstrakte geometrische Formen und Primärfarben. Die Pioniere von De Stijl hatten jedoch alle am Anfang ihrer Laufbahn realistische Landschaften und Porträts gemalt. Sogar während ihrer abstrakten Periode, schufen De Stijl-Mitglieder wie Mondrian und Huszár weiterhin realistische Kunst. Die Ausstellung Figuration in Style analysiert das Spannungsfeld zwischen den realistischen und abstrakten Darstellungsformen des Künstlers; im Mittelpunkt der Ausstellung stehen das frühe und spätere figurative Werk. 

Stadsmuseum Harderwijk

Vilmos Huszár

Vilmos Huszár 
20. Mai 2017 bis zum 7. Januar 2018 

Zusammen mit Piet Mondriaan, Theo van Doesburg und Bart van der Leck war Vilmos Huzár in 1917 einer der prominenten Initiatoren der weltweit bekannt gewordenen Kunstbewegung De Stijl. Nicht lange nach der Gründung brach er weg von De Stijl, er ging seinen eigenen Weg.

Vilmos Huszár entwickelte sich zu einem bemerkenswerten Maler, Zeichner, Bildhauer, Grafiker, Webegestalter und Industriedesigner. Das Stadsmuseum Harderwijk zeigt eine in diesem Sinne breit zusammengestellte Ausstellung, in dem diese artistische Vielseitigkeit gut zum Ausdruck wird gebracht. Es werden Gemälden und andere Kunstobjekte von Huzárs Zeit in Hierden und aus seinem früheren Werk aus der Stijl-periode ausgestellt. Die Werke kommen aus privaten Sammlungen, die Kunstsammlung der Stadt Harderwijk und aus Sammlungen verschiedener Museen, unter dem auch das Stadsmuseum Harderwijk. Einige Gemälden, aus privaten Sammlungen, sind noch nicht eher ausgestellt worden.

Das Holland Erlebnismuseum

De Stijl als Teil des niederländischen Kanons

De Stijl als Teil des niederländischen Kanons

September 2017

Das Holland Erlebnismuseum (Nederlands Openluchtmuseum) in Arnheim eröffnet im September 2017 die Ausstellung „Der Kanon der Niederlande“. Diese Ausstellung führt die Museumsbesucher auf eine Reise durch die wichtigsten Epochen der niederländischen Geschichte. Auch ein von Rietveld entworfenes Ferienhaus ist Teil der Ausstellung: Wie ein Voyeur betrachtet man als Besucher durch ein Fernglas das Leben einer Familie, die hier eine Woche Urlaub macht. Rietveld entwarf nicht nur das Häuschen selbst, sondern auch das Interieur. Die Möbel gehören zu der 1934 entstandenen Serie der „Kistenmöbel“. In der Krisenzeit der 30er Jahre wollte Rietveld preiswerte, einfach zu montierende Möbel schaffen, die maschinell gefertigt werden konnten.

CODA

ADO-Spielzeug und De Stijl

ADO-Spielzeug und De Stijl
15. Januar bis 28. Mai 2017 

Design-Interessierte, Spielzeugsammler und die Einwohner von Apeldoorn verbinden mit dem Namen ADO eine besondere Holzspielzeug-Kollektion, die in den Jahren 1925-1955 von Ko Verzuu entworfen wurde. Diese Kollektion ist nicht nur untrennbar mit der Lokalgeschichte Apeldoorns verbunden, sondern weist auch Berührungspunkte mit den neuen Prinzipien der Kunst auf, die von der Künstlergruppe De Stijl inspiriert waren.

Anlass für die Ausstellung ist das im November erschienene Buch über das ADO-Spielzeug in der Sammlung des CODA Apeldoorn. Das Buch widmet sich dem Sanatorium Berg en Bosch, wo das ADO-Holzspielzeug gefertigt wurde, und dem sozialgesellschaftlichen sowie künstlerischen Kontext, in dem das Spielzeug entstand. Im Rahmen des Jubiläumsjahres „Von Mondrian bis Dutch Design, 100 Jahre De Stijl“ beleuchtet das CODA in seiner Präsentation den Einfluss von De Stijl auf das ADO-Spielzeug.

Fashion + Design Festival Arnhem

Fashion + Design Festival Arnhem

Juni – 2. Juli 2017

Das „Fashion + Design Festival Arnhem (FDFA)" ist ein großes sommerliches Stadtfestival, bei dem Mode, Design, Kunst und Kultur ineinandergreifen. Einen ganzen Monat lang feiert Arnheim seine Kreativität mit Ausstellungen, Veranstaltungen, Shows, Aufführungen, Lesungen und Workshops.

Alle Kulturveranstaltungen, die während des Festivals in der Hauptstadt der Provinz Gelderland stattfinden, haben einen starken Bezug zu Design und Mode. Das FDFA bündelt vorhandene Veranstaltungen und neue Initiativen. Arnheim präsentiert sich in diesem Festivalmonat als eine Stadt, die prall gefüllt ist mit Mode und Dutch Design. Den Auftakt des FDFA machen am 1.  Juni die Abschluss-Shows der international renommierten Modefakultät der Kunsthochschule ArtEZ. Den ganzen Monat sind in der Innenstadt Ausstellungen zu bestaunen, und am Rande der Stadt zeigt das Museum Arnhem eine Ausstellung von RAVAGE. Das Stadtviertel „Modekwartier“ steht Kopf in der jährlich wiederkehrenden „Nacht van de Mode“. Während der „Arnhemse Stockdagen“ verkaufen Designer auch dieses Jahr wieder ihre älteren Kollektionen und Stoffe zu attraktiven Preisen. Mit ihrer „Finals Exposition“ schließt wiederum die ArtEZ-Kunsthochschule das Festivalprogramm mit bildender Kunst und Design ab. Neu im Programm ist FDFA PLAY mit Vorstellungen wie: Introdans End Of Season, HOOP! Cirque de la Liberté sowie Aufführungen und Partys u.a. im Luxor Live.